SPONSORED-BEITRAG Salärstudie 2018 von SwissICT

Auffälliger Saläranstieg bei Neueinstellungen

Uhr | Aktualisiert
von Stephan Schmid, Projektleiter, Swiss-ICT-Salärstudie

Über 30 000 Nennungen von aktuellen Informatiker-Löhnen umfasst die unabhängige Studie "Saläre der ICT 2018". Besonders auffällig ist, dass die Zahl der Neueinstellungen bei den teilnehmenden Firmen im Vergleich zu den Vorjahren noch stärker gewachsen ist.

Der anhaltende Fachkräftemangel, gerade in der ICT-Branche, lässt sich auch an der SwissICT-Salärstudie 2018 ablesen. Wenn man den Verlauf der Datenerhebung über mehrere Jahre hinweg betrachtet, dann fällt auf, dass die Saläre tendenziell ansteigen. Besonders auffällig ist dies an den Zahlen der Neueinstellungen zu erkennen. Im Erhebungsjahr 2018 sind diese (statistisch bereinigt) um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Seit 2013 sogar um 35 Prozent.

In der ICT-Branche sind die Löhne bereits seit vielen Jahren im Vergleich zu anderen Branchen konstant höher. Kennzahlen wie das durchschnittliche Salär bei einer Neueinstellung (115'000 Franken) oder das Durchschnittssalär im Gesamtschnitt (123'000 Franken) geben einen Anhaltspunkt über die Gesamtentwicklung der Saläre in der ICT-Branche. Dabei hat sich das Niveau bei den Neueinstellungen in einem Zeitraum von fünf Jahren um 5,8 Prozent gesteigert. Deshalb kann man aus diesen Zahlen lesen, dass Unternehmen bei stetig wachsendem Bedarf an Fachkräften bereits bei der Akquise von neuen Mitarbeitern in dieser hochgradig innovativen und von ständigen Technologieveränderungen gezeichneten Branche mehr bezahlen müssen, um die richtigen Mitarbeiter für sich gewinnen zu können.

Neuer Rekord bei Salärnennungen

An der diesjährigen Salärstudie 2018 nahmen 201 Unternehmen teil. Diese gaben die Saläre von insgesamt 30'671 Informatikern und Fachkräften der Telekommunikation an, was einem neuen Höchststand entspricht. Bei der Anzahl Unternehmen nimmt die Zahl wieder deutlich zu. Stichtag der Datenerhebung war der 1. Mai 2018. Die Saläre wurden auf der Basis von "Berufe der ICT" ausgewertet, womit Saläre von insgesamt 46 Berufen abgedeckt sind.

Marktgerechte Löhne sind ausser attraktiven Arbeitsbedingungen ein gewichtiges Argument, um junge Talente für eine Karriere in der ICT zu begeistern und etablierte Fachkräfte zu halten. Nicht zuletzt deshalb nutzen immer mehr Firmen vermehrt die Ergebnisse der Studie, um ihre Salärstruktur zu definieren und sich auf dem Markt adäquat zu positionieren. Sie integrieren die elektronisch erhältlichen Daten in ihre HR-Systeme und haben ab sofort Referenzwerte für Berufsbilder, Altersgruppen, Regionen sowie weitere Angaben zur Verfügung.

Mittels Onlineauswertungen lassen sich sehr schnell und einfach Salärkennzahlen der eigenen Branche oder auch Region für jeden ICT-Beruf ermitteln. Dies ermöglicht Unternehmen einen ständig aktuellen Einblick in die Salärstuktur des Marktes. Aber auch für Beschäftigte im ICT-Umfeld ermöglicht die Studie jetzt einen generellen Überblick über aktuelle Saläre in allen Berufen mit ICT-Hintergrund.

Grössere Unterschiede bei Top-Spezialisten

Welcher Lohn für ein Stellenprofil angemessen ist, ist keineswegs klar. Ein Blick in die Standardauswertung der SwissICT-Salärstudie 2018 zeigt markante Unterschiede auch innerhalb von vergleichbaren Funktionen. Ein "Senior"-Projektleiter etwa verdient im Jahr in der Schweiz zwischen 120'000 (unteres Quartil, 25-Prozent-Schwelle) und 137'700 Franken (oberes Quartil, 75-Prozent-Schwelle). Dieses Berufsprofil gehört mit 1054 Nennungen zu den am häufigsten genannten. Beim "Senior"-Applikationsentwickler mit knapp 2410 Nennungen beträgt die Differenz von der 25-Prozent- zur 75-Prozent-Schwelle 24 000 Franken.

Ein Blick in die sehr viel umfangreichere Detailauswertung zeigt, dass bei den Top-Spezialisten die mögliche Salärspanne erheblich grösser ist. So beträgt beim "Senior-Expert"-Applikationsentwickler mit knapp 100 Nennungen die Differenz von der 25-Prozent- zur 75-Prozent-Schwelle bereits 48'500 Franken und der Median liegt bei diesen sehr gefragten Spezialisten um 24'000 Franken über der Kompetenzstufe "Senior" in diesem Berufsbild.

Lohnunterschiede zeigen sich auch je nach Arbeitsort. So verdient ein "Senior"-Projektleiter in der Zentralschweiz aktuell 120'019 Franken im Durchschnitt und in Bern 132'499 Franken. Auf der Stufe "Junior" ist die Differenz kleiner. Das Salär eines Applikationsentwicklers "Junior" in der Ostschweiz beläuft sich auf 74'750 Franken, während es in Basel bei 80'910 Franken liegt (alle Zahlen sind Medianwerte).

Neues Berufsbild gleich höheres Gehalt?

Betrachtet man die Entwicklung der Berufsprofile, so lassen sich auch hier Veränderungen ablesen. Neue Berufsbilder wie der User Experience Spezialist erhalten einen erhöhten Fokus. Wobei dort sogar das Einstiegssalär (Neueinstellungen) um 3,4 Prozent über den Gehältern etablierter Mitarbeiter liegt.

Ein Blick auf die Branchenauswertung zeigt, dass Software­ingenieure und auch Systemingenieure gerade bei den Informatikdienstleistern wie auch bei der öffentlichen Hand auf allen Kompetenzleveln nachgefragt werden. Nach wie vor spielen die Finanzdienstleister und die Versicherungsbranche sowohl bei den Projektleitern wie auch den Applikationsentwicklern im Vergleich zu den anderen Branchen vorne mit. In Bern sind Behörden wichtige Arbeitgeber für Informatiker, wohingegen Zürich von Finanz- und Informatikdienstleistern geprägt ist.

Fokus Neueinstellungen

Nach wie vor sind die wirtschaftlichen Hochburgen Zürich (23,6 Prozent), Bern (11,7 Prozent) und Basel (3,2 Prozent) diejenigen mit den meisten Neueinstellungen in den betrachteten 12 Monaten vom Mai 2017 bis April 2018. Das Durchschnittsalter der neu rekrutierten Mitarbeiter variiert je nach Kompetenzstufe zwischen 27 Jahre (S1) und 51 Jahre (S5), je nach betrachteter Region. ­Besonders deutlich gestiegen ist der Durchschnittslohn bei Neueinstellungen. Er stieg auf 115'000 Franken, das sind 4400 Franken mehr als im Vorjahr.

Im Vergleich dazu stagnieren die Löhne im Gesamtdurchschnitt in den letzten drei Jahren auf hohem Niveau bei rund 123'000 Franken.

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