Umfrage

So verändert die Digitalisierung die Bankenwelt

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Schweizer Banken sind in Bezug auf die Digitalisierung gut aufgestellt. Es gibt aber auch Herausforderungen. Das legt eine Umfrage nahe, die GFS Bern durchgeführt hat.

(Source: anyaberkut / iStock.com)
(Source: anyaberkut / iStock.com)

GFS Bern hat im Januar für die Schweizerische Bankiervereinigung eine Umfrage mit 1000 Stimmberechtigten in der Schweiz durchgeführt. Laut ihr sind Schweizer Banken gut für die Digitalisierung aufgestellt. 95 Prozent der Befragten halten ihre Hauptbank für vertrauenswürdig. Und über 90 Prozent gehen davon aus, dass Banken nicht durch andere Anbieter ersetzt und auch in 20 Jahren noch Finanzdienstleistungen anbieten werden.

Digitalisierung löst Ängste aus

Das grösste Risiko der Digitalisierung seien kriminelle Informatikattacken, sagen 84 Prozent der Befragten. 79 Prozent nannten den Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierungen. 63 Prozent erwarten, dass die Digitalisierung den persönlichen Kontakt mit dem Bankkunden vermindern wird. Ebenfalls 63 Prozent sind der Meinung, dass die Einführung von E-Banking eine Umlagerung der Dienstleistungen auf den Kunden bringt.

30 Prozent der Umfrageteilnehmer finden, dass die Digitalisierung das Geld auf den Banken sicherer macht. 44 Prozent sagen, dass es weniger sicher sei. 21 Prozent sind unentschlossen.

Die Unsicherheit steigt

Eine Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass Schweizer Banken zu den Gewinnerinnen der Digitalisierung gehören. In der aktuellen Umfrage sagten das allerdings nur noch 56 Prozent der Teilnehmer. 2017 waren es laut GFK noch 65 Prozent.

16 Prozent der Befragten gaben an, dass es noch offen sei, wie die Digitalisierung die Banken beeinflusse. 2017 sagten das bloss 4 Prozent. Das sei ein Indikator dafür, dass die mediale Berichterstattung zu einer grösseren Unsicherheit geführt habe, heisst es im 56-seitigen PDF zur Meinungsumfrage.

56 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es Schweizer Banken auch in 20 Jahren noch geben wird - allerdings in sehr veränderter Form. Nur 4 Prozent können sich vorstellen, dass in Zukunft ganz andere Anbieter Finanzdienstleistungen erbringen.

Was Banken dieses Jahr sonst noch beschäftigt, lesen Sie hier.

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