Huawei setzt auf KI-Prozessoren – Intel auch
Huawei hat einen KI-Chip für Server lanciert. Er soll der leistungsfähigste KI-Prozessor sein, der auf Machine Learning ausgelegt ist. Auch Intel mischt mit auf dem Markt für Spezial-Chips und präsentierte die Nervana-Prozessoren.
Intel und Huawei setzen bei der Chip-Entwicklung beide auf künstliche Intelligenz (KI). Huawei hat mit dem Ascend 910 einen KI-Chip für Server entwickelt. Laut Hersteller ist es der weltweit leistungsfähigste KI-Prozessor, der auf Machine Learning ausgerichtet ist. "Der Ascend 910 hat sich deutlich besser entwickelt als ursprünglich erwartet", sagte Huaweis Rotating Chairman Eric Xu Zhijun während der Präsentation des neuen Chips.
Zusätzlich stellte Huawei auch das KI-Computing-Framework "MindSpore" vor. Es unterstütze die Entwicklung von KI-Anwendungen in allen Bereichen. MindSpore sei mit allen Endgeräten, Edge- und Cloud-Umgebungen kompatibel und koordiniere bei Bedarf ihr Zusammenspiel.
KI als Allzwecktechnologie
Der chinesische Hersteller will auch weiterhin in KI investieren. Huawei gehe davon aus, dass KI in nahezu allen Wirtschaftsbereichen zum Einsatz kommen werde. "Wir begreifen KI als eine neue Allzwecktechnologie, wie Eisenbahnen und Elektrizität im 19. Jahrhundert und Autos, Computer und das Internet im 20. Jahrhundert", schreibt das Unternehmen.
Eigentlich lief die Lizenz, die es US-Unternehmen erlaubte, eingeschränkt mit Huawei Geschäfte zu machen am 19. August aus. Doch die US-Regierung verlängerte sie um 90 Tage. Mehr über die Lizenz und darüber, was mit Huawei-Geräten passiert, wenn diese ausläuft, lesen Sie hier.
KI-Chip-Duo von Intel
Auch Intel mischt mit auf dem Markt für KI-Chips. Der Hersteller stellte die beiden Prozessoren Nervana NNP-T und Nervana NNP-I vor. Wie Huaweis Chip, konzentrieren sich auch Intels Prozessoren auf Aufgaben im Bereich Machine Learning. Wie "t3n" schreibt, sind die NNP-Prozessoren für den Einsatz in den skalierenden Rechenumgebungen eines Data-Centers bestimmt.
Der Nervana NNP-T übernehme das Training eines KI-Modells mittels Big Data. Für das Implementieren der Trainingsdaten in den KI-Workflow sei dann der NNP-I zuständig. Die beiden Chips ergänzen sich also und sollen komplementär zum Einsatz kommen.
Den grössten Computerchip der Welt entwickelte das US-amerikanische Start-Up Cerebras. Er hat eine Kantenlänge von 21,5 Zentimeter und ist mit 400'000 Kernen bestückt. Erfahren Sie hier mehr dazu.
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