Mit gefestigter Struktur in die Zukunft

Förderverein ICT Scouts hat eine neue Geschäftsleitung

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von Chiara Binder und René Jaun und dwi

Seit November 2025 bilden Tim Schlichting, Manuel Marquina und Robert Jankovsky die Geschäftsleitung von ICT Scouts. Mit den dreien professionalisiert der Verein seine Struktur. ICT-Scouts-Gründer Rolf Schaub hat sich 2024 zurückgezogen.

Die Geschäftsleitung des Vereins ICT Scouts v.l.: Manuel Marquina, Tim Schlichting und Robert Jankovsky. (Source: zVg)
Die Geschäftsleitung des Vereins ICT Scouts v.l.: Manuel Marquina, Tim Schlichting und Robert Jankovsky. (Source: zVg)

ICT Scouts hat bewegte Zeiten hinter sich. Der Förderverein, der junge Talente für die IT begeistern will, stellte unlängst in einem Newsletter seine neue Geschäftsleitung vor. Sie nahm im November 2025 ihre Arbeit auf, wie Manuel Marquina, einer der drei Geschäftsleitungsmitglieder, auf Anfrage erläutert.

Marquina ist für Fundraising, Kommunikation und Marketing von ICT Scouts verantwortlich. Das Campus- und Partnermanagement betreut Robert Jankovsky. Und Gesamtführung und Strategie obliegen Tim Schlichting.

Eine Geschäftsleitung in dieser Form - mit klar definierten Rollen - habe es beim Verein bisher nicht gegeben, schreibt Marquina. Die neue Struktur "macht uns professioneller im Auftritt und klarer in der Führung", erklärt er.

Schlichting ist gelernter Werbekaufmann mit langjähriger Erfahrung in Führungsrollen und hat eine grosse Begeisterung für Innovationen, disruptive Ideen und Digitalisierung, wie Marquina schreibt. Zuletzt arbeitete er als Bereichsleiter im Segment Kunde & Markt bei Helsana. Davor war er Head of Operations beim Start-up Coople und hat dort Internationale Teams geführt.

Marquina selber bringt laut eigenen Angaben langjährige Erfahrung aus Führungspositionen in der Tech-Industrie mit: von Start-ups wie Evernote über Schweizer Unternehmen wie Swisscom bis hin zu internationalen Konzernen wie Microsoft. Seine Schwerpunkte lagen dabei stets auf Leadership, Customer Experience und strategischer Kommunikation. Parallel zu seiner operativen Tätigkeit ist er als Hochschuldozent für Leadership und Storytelling bei diversen Schweizer Hochschulen tätig. Bei ICT Scouts treibe er den Ausbau von Partnerschaften voran und stärke die Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Organisation und ihrer Talente, so Marquina.

Während Schlichting und Marquina neu für ICT Scouts tätig sind, ist Jankovsky schon länger dabei und sorgt für Kontinuität, wie der Sprecher schreibt. Der studierte Pädagoge bringe langjährige Erfahrung im Bildungsbereich mit, leitete mehrere interdisziplinäre Teams und war als pädagogische Leitung im Schul- und Heimwesen tätig. Zudem gründete er ein Start-up und baute eine Online-Plattform auf.

Gründer hat sich zurückgezogen

Gegründet wurde ICT Scouts vor mehr als 10 Jahren von Rolf Schaub, der den Förderverein aufbaute und lange Zeit als Gesamtgeschäftsführer fungierte, wie Marquina erklärt. 2024 zog sich Schaub aus dem Verein zurück. Danach "haben wir uns bewusst Zeit genommen für eine strukturierte Übergabe. Unser Ziel war es, sowohl bestehenden Mitarbeitenden eine Chance zu geben als auch gezielt externe Expertise einzubinden", schreibt der Kommunikationsverantwortliche. Durch diese Zeit begleitete Frederike Asael den Verein als Interimsgeschäftsleiterin.

Schaub und ICT Scouts seien sich nach wie vor verbunden, auch wenn er nicht mehr operativ tätig sei, stellt Marquina klar. Derweil engagiert er sich für Mintnex, welches Kurse, Workshops und Beratungen mit Fokus auf KI anbietet, wie seinem Linkedin-Profil zu entnehmen ist.

274 Schulbesuche im Jahr 2025

Parallel zur Neustrukturierung der Geschäftsleitung führte ICT Scouts seine Tätigkeit fort. Die Arbeit des von Gönnern und Spendern getragenen Vereins fasst Marquina wie folgt zusammen: "ICT Scouts besucht Schulklassen, führt ICT Workshops durch und identifiziert dabei technikbegeisterte Jugendliche. Wer aufleuchtet, wird an einen der acht Campus-Standorte eingeladen (von Basel über Zürich bis St. Gallen, von Thun bis Buchs). Dort treffen sich die Tech-Talents jeden zweiten Samstag, arbeiten an eigenen Projekten und beschäftigen sich mit KI, Cybersecurity, Robotik oder eigenen Ideen. Sie werden begleitet von Coaches und Fachexpertinnen und -experten. Das Programm läuft über drei Jahre und schliesst mit gezieltem Talent-Matching ab, bei dem Unternehmen direkt rekrutieren können."

2025 besuchte ICT Scouts 274 Schulklassen und ermöglichte dort 13'633 Lernstunden, wie der Verein weiter schreibt. An den Campus-Standorten seien derzeit 852 aktive Tech-Talents eingeschrieben. 2026 wolle man 250 Schulklassen besuchen und 1000 aktive Jugendliche an den Campus-Standorten fördern.

 

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