Forderungen der EKKJ

Schulen sollen digitale Kompetenzen vermitteln, aber nicht alleine

Uhr | Aktualisiert

Ein Bericht der eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen stellt elf Forderungen für die digitale Bildung von Kindern und Jugendlichen auf. Der Schule soll hierbei eine zentrale Rolle zukommen, aber auch andere Player und neue Sichtweisen sind gefragt.

(Source: StartupStockPhotos/pixabay.com/CC0 Creative Commons)
(Source: StartupStockPhotos/pixabay.com/CC0 Creative Commons)

Die eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) hat einen Bericht veröffentlicht, der sich um das "Aufwachsen im digitalen Zeitalter" dreht. Er zeigt laut einer Mitteilung die Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche benötigen, um in einer digitalen Welt aufzuwachsen, sich auszubilden, zu arbeiten und daran teilzuhaben.

Die Schule spiele beim Erwerb dieser Fähigkeiten eine wichtige Rolle, heisst es weiter. Sie könne die Vermittlung von Kompetenzen allerdings nicht alleine bewältigen. Auch das Potenzial der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit und der frühen Förderung seien zu nutzen.

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Auch müssten die Kinder und Jugendlichen in die Diskussion rund um die Digitalisierung einbezogen werden. "Dies beginnt zum Beispiel bei der Diskussion, ob Smartphones an Schulen erlaubt sein sollen, geht über Regeln zur Mediennutzung zu Hause bis hin zur Strategie für eine digitale Schweiz", lässt sich EKKJ-Präsident Sami Kanaan in der Mitteilung zitieren. Auf dieser Grundlage stellt die Kommission elf Forderungen:

  1. Kinder und Jugendliche sollen in der Diskussion um die digitale Transformation mehr im Fokus stehen und die digitale Welt mitgestalten können.

  2. Die Digitalisierung soll die chancengerechte und ressourcenorientierte Förderung der Heranwachsenden unterstützen.

  3. Technische Kompetenzen und "Soft Skills" müssen gleichwertig gefördert werden.

  4. Kinder und Jugendliche benötigen freie und unverplante Zeit.

  5. Die Lernbereitschaft von Kindern und Jugendlichen soll unterstützt werden.

  6. Eltern und Bezugspersonen sollen zum kritischen Denken animieren und reflektierte Vorbilder bezüglich Medienumgang für Heranwachsende sein.

  7. Der frühkindliche Bereich muss in der Medienbildung mitberücksichtigt werden.

  8. Die ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit soll ihr Potenzial für die Entwicklung der Sozial- und Selbstkompetenzen voll ausschöpfen und vermehrt auch die Medienkompetenz fördern.

  9. Es braucht eine digitale Schulkultur.

  10. Die Durchlässigkeit des Bildungssystems und die Vernetzung mit der Arbeitswelt sollen gestärkt werden.

  11. Es braucht eine vertiefte Reflexion zum Umgang mit der ständigen Erreichbarkeit (always on) und ihren Auswirkungen.

Der Bericht mit Aufsätzen, Studien, Beispielen und dem Forderungskatalog der EKKJ steht auf der Website des Bundes zum Download als PDF bereit.

Webcode
DPF8_132588

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