Es hätte schon im April soweit sein sollen

Endlich! Das erste elektronische Patientendossier der Schweiz ist eröffnet

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von René Jaun und pbe

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati erhält das erste elektronische Patientendossier der Schweiz. Der offizielle Start war zuletzt mehrfach verschoben worden – und wer nun ebenfalls ein eigenes EPD eröffnen will, muss sich auch noch weiter gedulden.

(Source: santiago silver / AdobeStock.com)
(Source: santiago silver / AdobeStock.com)

Die Schweiz hat ihr erstes elektronisches Patientendossier (EPD). Es gehört dem Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Regierungsrat eröffnete es am 11. Dezember im Kantonsspital Baden.

Gallatis Dossier läuft über die Stammgemeinschaft E-Health Aargau. Diese hatte Mitte November die Zertifizierung abgeschlossen, heisst es in der Mitteilung. Nun sei der Startschuss für die Einführung des EPDs im ganzen Kanton Aargau gefallen, schreibt die Stammgemeinschaft.

Geduld ist angesagt

Wer nun ebenfalls ein EPD eröffnen will, muss sich aber doch noch in Geduld üben. Gemäss der Mitteilung hat die Aargauer Bevölkerung voraussichtlich ab Anfang 2021 die Möglichkeit, ein eigenes EPD zu eröffnen. Der erste Standort, an dem man dies tun könne, werde die Poststelle Aarau sein.

Eigentlich hätte das EPD im April 2020 starten sollen, doch es kam wiederholt zu Verzögerungen. Begründet wurde die erneute Verschiebung am E-Health-Forum mit dem Zusammenspiel der vielen beteiligten Akteure und der wiederholt verschärften Sicherheitsanforderungen.

Im Verlauf von 2021 soll das EPD in der ganzen Schweiz verfügbar sein, sagte Adrian Schmid, Leiter E-Health Suisse, im Interview vor ein paar Monaten. "Jede Person, die in der Schweiz lebt, kann eines haben. Wie es sich aber weiterentwickelt, lässt sich nur schwer einschätzen."

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