KI-gestützter Bildgenerator

Google integriert seinen DALL.E-Rivalen in die Suchmaschine

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: René Jaun

Google hat eine Testversion eines Gen-AI-Tools gestartet, welches anhand einer Texteingabe ein Bild generiert. Dereinst soll es in die Google-Suche integriert werden.

Ein Bild mit dem Prompt: "Ein fotorealistisches Bild eines Wasserschweins mit Kochmütze, das in einem Wald ein Frühstück zubereitet und dabei Speck grilliert". (Source: Google)
Ein Bild mit dem Prompt: "Ein fotorealistisches Bild eines Wasserschweins mit Kochmütze, das in einem Wald ein Frühstück zubereitet und dabei Speck grilliert". (Source: Google)

Google will seine Suchmaschine mit generativer künstlicher Intelligenz (Generative Artificial Intelligence, Gen-AI) verbessern. Dazu gehören etwa Tools, die aus Textprompts Bilder generieren oder Textdokumente jeglicher Art entwerfen.

Ausprobieren lassen sich die Tools über "Search Labs", einer Testversion der Google-Suchseite, die offiziell nur in den Vereinigten Staaten verfügbar ist. Dort präsentiert Google die KI-gestützte Sucherfahrung Search Generative Experience oder SGE). Sie erzeugt bis zu vier verschiedene Bilder anhand des eingegebenen Textprompts. Wie bei den bereits auf dem Markt befindlichen Gen-AI-Bildgeneratoren (DALL.E, Midjourney oder Stable Diffusion) kann der User seine Anforderungen verfeinern, indem er etwa den Stil präzisiert (fotorealistisch oder ähnlich) oder indem er darum bittet, Elemente hinzuzufügen. Ist SGE aktiviert, können Nutzerinnen und Nutzer die Bild-KI auch aus Google Photos aufrufen.

Der Vorgang zum Erstellen eines Bildes mit Google als GIF dargestellt. (Source: Google)

Und so geht es. (Source: Google)

In der Mitteilung zu den neuen KI-Funktionen stellt Google klar, man sei sich bewusst, dass diese Technologie auf verantwortungsvolle Weise eingeführt werden müsse. "Aus diesem Grund bauen wir Garantien in dieses Experiment ein und blockieren die Erstellung von Bildern, die gegen unsere Richtlinien zur verbotenen Nutzung generativer KI verstoßen, einschliesslich schädlicher oder irreführender Inhalte. Darüber hinaus wird jedes vom UMS erzeugte Bild mit Metadaten und einem eingebetteten Wasserzeichen versehen, um anzuzeigen, dass es von der KI erstellt wurde", schreibt das Unternehmen.

Zum ebenfalls in SGE integrierten Texterstellungs-Feature sagt Google: "Wenn Sie ein Projekt oder ein Thema recherchieren, finden Sie manchmal irgendwann unterwegs Schreibideen und Inspirationen. Um diese langwierigen Recherchen zu erleichtern, führen wir in SGE schriftliche Entwürfe ein. Sie werden die Möglichkeit haben, den Entwurf zu kürzen oder den Tonfall zu ändern, um ihn lockerer zu gestalten."

Derweil hat OpenAI seine Allzweck-KI ChatGPT unlängst mit Funktionen zur Bildanalyse erweitert. Es setzt dabei auf die Betaversion von DALL.E 3, die es ermöglicht, Bilder aus Texteingaben zu erzeugen. Ausserdem kann ChatGPT nun auch im Web surfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

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