Freiburger Gemeindeverband lanciert virtuellen KI-Assistenten für Verwaltungen
Freiburger Gemeindeverwaltungen können ihren Angestellten neu einen KI-Assistenten zur Seite stellen. Das Tool soll etwa Fragen zur Verwaltung und zu rechtlichen Rahmenbedingungen beantworten. Hinter dem KI-Assistenten stehen der Freiburger Gemeindeverband und die Agentur Liip.
In den Behörden der Freiburger Gemeinden könnten bald virtuelle KI-Assistenten einziehen. Denn der Freiburger Gemeindeverband (FGV) lancierte unlängst ein entsprechendes Angebot und lädt Gemeindeverwaltungen und -verbände im Kanton Freiburg ein, es auszuprobieren und einzusetzen.
Zielgruppe des Tools sind gewählte Gemeindepolitiker und Angestellte in Gemeindeverwaltungen, wie aus der Mitteilung des FGV hervorgeht. Ihnen ermögliche es der virtuelle Assistent, schnelle und präzise Antworten auf eine Vielzahl von Fragen zur Gemeindeverwaltung zu erhalten. Sein Wissen bezieht der Assistent einerseits aus Publikationen und Ressourcen des FGV (Stellungnahmen, Praxisleitfäden, Fachberatung und weiteres) sowie aus kantonalen und eidgenössischen Rechtsgrundlagen, die im Kanton Freiburg gelten, plus einer Auswahl der aktuellen Rechtsprechung.
Kosten im Gegenwert einer umfangreichen Website
Das Projekt sei "ein weiterer Schritt in der Mission des FGV: die Gemeinden zu vertreten, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und ihnen Lösungen für die aktuellen Herausforderungen bereitzustellen", schreibt der Verband.
Für die Umsetzung holte sich die Organisation Unterstützung von Liip, wie Grégory Grin, Leiter Digitalisierung beim FGV, auf Anfrage sagt. Gefragt nach den angefallenen Kosten nennt Grin keinen Betrag, sondern erklärt: "Es war ein IT-Projekt im üblichen Rahmen. Der Aufwand war ähnlich gross wie für eine grosse Website".
Die Arbeit sei sehr effizient verlaufen, lobt Grin im Gespräch. Zugute kam dem Verband, dass Liip bereits Expertise aus den Bereichen KI und E-Government besitzt. So lancierte die Agentur im Frühling 2023 etwa den KI-Chatbot "ZüriCityGPT" - später folgten ähnliche Projekte für weitere Städte.
Der virtuelle KI-Assistent ist eine Eigeninitiative des FGV, wie der Leiter Digitalisierung erklärt. Im Gespräch sagt er aber: "Wir teilen gerne unsere Erfahrungen mit Verbänden und Gemeinden aus anderen Regionen und tauschen uns auch im Schweizerischen Gemeindeverband aus."
Ab 2026 soll die Schweiz endlich eine elektronische Identität (E-ID) haben. Das Parlament stimmte dem entsprechenden Gesetz Ende 2024 zu – zur Freude von Branchenverbänden, wie Sie hier lesen können.
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