Zwischen Fortschritt und Herausforderung
Auch in öffentlichen Verwaltungen ist künstliche Intelligenz längst im Arbeitsalltag angekommen. Behörden beschäftigen sich zunehmend mit der Technologie und prüfen, bei welchen Aufgaben KI unterstützen kann und welche organisatorischen Anpassungen dafür notwendig sind.
Auf diese Weise ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten, etwa in der Datenanalyse, bei Routineaufgaben oder im Wissensmanagement. Wolfgang Zimmermann, Business-Projektleiter der Dienstabteilung Digital bei der Stadt Luzern, erläutert, wo Verwaltungen bereits KI einsetzen und welches Potenzial sich daraus ergibt. Gleichzeitig betont er, dass der technologische Fortschritt nur gelingt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Dazu gehört unter anderem, dass öffentliche Organe beim Einsatz von KI die geltenden rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Wie Dominika Blonski, Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich, hervorhebt, sind klare Leitlinien und sorgfältige Prüfungen essenziell, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI sicherzustellen. Darüber hinaus verlangt der Einsatz von KI im öffentlichen Dienst eine menschenzentrierte Perspektive.
Paul Meyrat, Berater Digitale Verwaltung der Organisation und Informatik der Stadt Zürich, führt in seinem Fachbeitrag aus, dass Mitarbeitende durch gezielte Weiterbildungen die notwendige Urteilskraft entwickeln können, um KI verantwortungsvoll einzusetzen, und gleichzeitig lernen, die Risiken für Bürgerinnen und Bürger einzuschätzen. Führungskräfte sind demnach gefordert, die Organisation aktiv dabei zu unterstützen, diese KI-Transformation strukturiert zu begleiten.
Damit Mitarbeitende und Organisationen den Einsatz von KI sinnvoll planen und prüfen können, müssen Anwendungen gezielt ausgewählt und schrittweise umgesetzt werden. Clemens Ammann, Dozent an der Berner Fachhochschule, sagt im Interview, wo er die grössten Chancen für einen echten Mehrwert von KI in Verwaltungen sieht und welchen Kulturwandel es braucht, damit Verwaltungsmitarbeitende die Technologie als nützliches Werkzeug annehmen.
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