Facebook öffnet Plattform für andere – Amazon, Jajah und Microsoft werden Partner
Facebook, die US-Community-Plattform für Studenten, will sich ein neues Gesicht geben. Wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gestern vor den Medien sagte, soll sich Facebook zum "social operating system" wandeln. Dazu hat Facebook 65 Partner unter Vertrag genommen, darunter Microsoft, Amazon, Photobucket oder Jajah, die so ihre Applikationen innerhalb von Facebook betreiben können. Mehr sollen folgen.
Amazon etwa wird seine Applikation "book reviews" in Facebook integrieren, womit Mitglieder innerhalb ihres Profils Buchkritiken veröffentlichen können, welche auch auf die Bücher bei Amazon verlinken.
Zuckerberg gründete Facebook ursprünglich als Plattform nur für College-Studenten. Vor eineinhalb Jahren öffnete er diese für ein allgemeines Publikum. Seither hat sich die Mitgliederzahl gemäss Comscore auf 24 Millionen verdoppelt. Anders als Myspace, wo Mitglieder stets frei Applikationen von anderen Unternehmen in ihre Seiten einbauen konnten, verbot Facebook dies bis anhin. Auch konnten Facebook-Mitglieder ihre Seiten nicht personalisieren.
Analysten sehen denn in Facebooks Entwicklung auch die Gefahr, dass die Plattform dadurch seine klare Identität verliert und sich zudem dem Risiko von eingeschleuster Malware und Spam aussetzt.
Im letzten Herbst hiess es, Yahoo wolle Facebook für 900 Millionen US-Dollar kaufen. Zuckerberg lehnte dies aber ab, weil er lieber selbständig bleiben wollte. Nun betonte Zuckerberg nochmals, dass man nicht zum Verkauf stehe.
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