MSM Reseach

Das Internet der Dinge materialisiert sich

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von Philipp A. Ziegler

Das Internet der Dinge tritt aus dem Schatten eines reinen "Hype-Begriffs". Es gibt keinen Grund mehr, dem Thema nicht einen Platz ganz oben auf der Agenda in der Unternehmensplanung zu verschaffen.

Philipp Ziegler, MSM Reseach.
Philipp Ziegler, MSM Reseach.

Noch stehen wir im Schweizer Markt mit Blick auf das Internet der Dinge am Anfang, die derzeitigen Projektumsätze bewegen sich im Vergleich zum ICT-Gesamtmarkt noch in marginaler Höhe. Der Markt entwickelt sich aber exponentiell, das Neuland hat sich mehr als tragfähig erwiesen.

Die Resultate unserer ersten Studie zum Thema Internet der Dinge im Schweizer Markt zeigen, dass die Mehrheit der befragten ICT-Verantwortlichen den Begriff des "Internet of Things" mit der Maschinenkommunikation M2M (66 Prozent) und der Industrie 4.0 (53 Prozent) verbinden. Dies ist nicht weiter überraschend, denn die Digitalisierung hat bereits seit längerem in der Fertigungs­industrie Einzug gehalten.

Die Automatisierung der Produktion und der Einsatz der Robotik sind keine neuen Schlagworte. Verschlankung der Abläufe, Individualisierung des Leistungsangebots, individuelle Fertigung auch kleinerer Serien und Verkürzung der Reaktionszeiten auf Veränderungen am Markt sind heute zwingende Parameter zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. Das Internet der Dinge hat hier die Welt der traditionellen Businessmodelle längst auf den Kopf gestellt und schafft vollkommen neue Gesetzmäs­sigkeiten. Es materialisieren sich viele neue Marktchancen und Wettbewerbsvorteile.

Tektonische Verschiebungen im Markt

Die Frage stellt sich heute nicht mehr, ob das Internet der Dinge auch Einfluss auf das Business in anderen vertikalen Märkten und auf die etablierten Modelle haben wird oder nicht, sondern in welchem Umfang es diese betrifft und ob die Unternehmen in diesen Branchen darauf vorbereitet sind. Das Momentum und die Pace der Innovation und zu erwartenden Veränderungen im Markt sind gross. Das Internet der Dinge verändert die Businessmodelle und unser Leben nachhaltig in seiner ganzen Diversität.

Das, was die Digitalisierung und das Internet der Dinge in den kommenden Jahren auf breiter Basis auslösen werden, sind eigentliche tektonische Verschiebungen im Markt, denen kaum ein Marktteilnehmer entkommen kann. Es käme einer strategischen Naivität gleich, die Zeichen der Zeit, das künftige Potenzial und die Marktchancen nicht zu prüfen und Gefahr zu laufen, den Einstieg und Anschluss zu verpassen. Ein Start mit kleinen Schritten ist besser als Stillstand und staunendes Abwarten oder ein später und dann überhasteter Einstieg in unbekanntes Terrain.

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