Game-Streaming-Dienst Stadia

Google und AMD sagen Microsoft, Sony und Nintendo den Kampf an

Uhr | Aktualisiert

Google hat mit Stadia einen Game-Streaming-Dienst angekündigt, der Sony, Microsoft und Nintendo Konkurrenz machen soll. 2019 will der Konzern das Angebot in Europa, den USA und Kanada lancieren. Zusätzlich zum Dienst will Google einen Controller mit WLAN-Anbindung und Social-Media-Funktionen herausbringen.

(Source: Sean Do / Unsplash)
(Source: Sean Do / Unsplash)

Dieses Jahr soll der neue Game-Streaming-Dienst von Google, "Stadia", in Europa, den USA und Kanada herauskommen. Google verstehe Stadia als neue Plattform, die in Konkurrenz zu Sony, Microsoft und Nintendo antrete, schreibt "Golem.de". Spiele würden, nicht wie bei den meisten Game-Streaming-Anbietern, unverändert in der Cloud ausgeführt, sondern müssten erst auf die Systeme von Google angepasst werden. Gemäss Golem haben bisher rund 100 Drittentwickler ein entsprechendes Direktiv von Google erhalten.

Wie Google mitteilt, können mit Stadia Games mit 4k-Auflösung und bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf Laptop, Tablet, Smartphone oder Fernseher gestreamt werden. Dabei müsse die Hardware nicht besonders leistungsstark sein.

Google hat den Startschuss für die Cloud-Region Schweiz gegeben. Alle Fragen und Antworten finden Sie im Beitrag "Googles Cloud startet in der Schweiz, aber nicht für alle".

So soll der Stadia-Controller aussehen. (Source: Google)

 

Von YouTube aus direkt selber gamen

Die Serverarchitektur für Stadia entwickelte Google laut Golem gemeinsam mit AMD. 10,7 Teraflops an Leistungsstärke bringe jede GPU mit und übertreffe damit die Playstation 4 Pro (4,2 Teraflops) und die Xbox One X (6,0 Teraflops). An Speicher stünden den Games 16 Gigabyte an kombiniertem VRAM und System-RAM zur Verfügung. Der Linux-basierte Streaming-Dienst verwende die Grafik-Schnittstelle Vulkan.

Zusätzlich zu Stadia hat Google einen neuen Game Controller angekündigt, der speziell für den neuen Streaming-Dienst entwickelt wurde. Der Controller habe eine Verbindung über WLAN zu Googles Rechenzentren, teilt der Konzern mit. Es finde kein Umweg über eine Konsole oder den PC statt.

Der Stadia-Controller erlaube es, über eine Taste Gameplay-Videos in 4k aufzuzeichnen. Es sollen aber auch andere gängige Controller mit Stadia kompatibel sein. Weiter ist es laut Google möglich, mit einem Knopfdruck viele auf Youtube gespielte Games selber zu spielen, dank der "jetzt spielen"-Schaltfläche. "Wenn ihr einem Creator beim Spielen von beispielsweise Assassin's Creed Odyssey zuschaut, klickt einfach auf die neue Schaltfläche 'Jetzt spielen'. Nur Sekunden später rennt ihr selbst im Spiel durch das alte Griechenland und erlebt euer eigenes Abenteuer", schreibt Google auf seinem Blog.

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