Verlagerung in billigere Länder

Darum stellt Samsung die Handy-Produktion in China ein

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von dsc / Watson

Samsung hört mit der Handy-Produktion in China auf. Geräte will der Smartphone-Hersteller dort aber weiterhin verkaufen.

(Source: Peter H / Pxabay)
(Source: Peter H / Pxabay)

Laut einem Bericht von Reuters stellt Samsung die Produktion von Smartphones in China ein – und zwar wegen des verschärften Wettbewerbs durch einheimische Konkurrenten wie Huawei, Vivo, Oppo und Xiaomi. Der Anteil von Samsung am chinesischen Markt sank im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf nur noch 1 Prozent gegenüber rund 15 Prozent Mitte 2013.

Reuters zitiert einen Analysten: "In China kaufen die Menschen preiswerte Smartphones von heimischen Marken und High-End-Handys von Apple oder Huawei. Samsung hat dort wenig Hoffnung, seinen Marktanteil wiederzubeleben."

Rückzug auf Raten

Samsung habe die Produktion im Land im vergangenen Jahr langsam eingestellt, den Betrieb in einigen Werken eingestellt und schliesslich den Stecker gezogen, heisst es. Die Produktionsausrüstung werde an andere globale Produktionsstandorte verlagert, teilte Samsung mit.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen die Smartphone-Produktion in kostengünstigeren Ländern wie Indien und Vietnam ausgebaut. Mit zuletzt 394 Millionen fabrizierten Handys ist Samsung der weltgrösste Hersteller. Und die Südkoreaner wollen sich nicht ganz aus dem grössten Einzelmarkt zurückziehen: Samsung werde weiterhin Geräte in China verkaufen, auch wenn nun andere billigere Standorte für die Produktion berücksichtigt werden.

Ausser Samsung lässt Sony offenbar ebenfalls keine Smartphones mehr in China bauen. Reuters berichtet, dass das Unternehmen sein Werk in Peking schliesse und künftig nur noch Smartphones in Thailand herstellen werde. Apple lässt weiterhin wichtige Produkte in China fabrizieren, unter anderem in Foxconn-Fabriken.

Auf dem europäischen Smartphone-Markt sieht es für Samsung um einiges besser aus. Hier hat der Hersteller mit einem Marktanteil von 40,6 Prozent im zweiten Quartal 2019 die Nase vorn. Doch auch eineige chinesische Hersteller geben Gas. Hier lesen Sie mehr dazu.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Watson.ch

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