Manchmal braucht’s KI – oft nicht mal die
"Zugang für alle" – seit über 25 Jahren gibt es in der Schweiz eine Stiftung dieses Namens. Sie engagiert sich für die Technologieerschliessung und -nutzung durch Menschen mit Behinderung. Das Thema Web-Accessibility gehört seit der Gründung – lange vor der KI-Trendwelle – zu den Schwerpunkten der Stiftung.
Im Laufe der Zeit engagierten sich diverse Expertenpersonen bei Zugang für alle». Im folgenden Themenschwerpunkt teilen einige von ihnen ihr Fachwissen.
Manu Heim, heute Senior Accessibility-Expertin an der ETH Zürich, zeichnet in ihrem Fachbeitrag auf Seite 13 ein vielseitiges Bild jener Menschen, die ganz besonders von digitalen Webinhalten profitieren: "Ob Gehörlosigkeit, Dyslexie, ADHS, Multiple Sklerose oder Arthritis: Sie werden den Menschen nicht ansehen, mit welchen Erschwernissen sie leben", schreibt die Autorin.
Ähnlich vielseitig, aber oft auch erstaunlich leicht implementierbar, sind die Massnahmen, mit denen sich die Accessibility von Webinhalten verbessern lässt. Das Stichwort KI sucht man in Heims praktischen Empfehlungen übrigens vergeblich. Inwiefern künstliche Intelligenz Development-Teams beim Zugänglichmachen digitaler Inhalte unterstützen kann, erläutert Miguel Seglias, Software Developer bei der Digitalagentur Bitforge, die sich gemeinsam mit "Zugang für alle" in der Digital Inclusion Academy für digitale Barrierefreiheit engagiert. "In der Praxis erfordert barrierefreie Entwicklung viel Aufmerksamkeit und entsprechendes Know-how im Team", hält der Autor im Beitrag fest. KI könne jedoch den "ersten Blick" auf ein anstehendes Projekt übernehmen, Accessibility-Probleme und Lösungsvorschläge aufzeigen. Das spart wertvolle Kosten.
Markus Riesch führte während mehr als zehn Jahren die Geschäfte von "Zugang für alle". Heute leitet er nicht nur die Geschäftsstelle E-Accessibility der Bundesverwaltung, sondern fungiert auch als Co-Präsident der Allianz Digitale Inklusion Schweiz (ADIS). Zusammen mit Amir Sahi, Leiter der ADIS-Geschäftsstelle, steht Riesch im Interview ab Rede und Antwort. Im Interview sagen sie, wie KI ihrer Meinung nach zu mehr Barrierefreiheit im digitalen Raum beiträgt und wen sie aktuell in der Pflicht sehen, um die Vision der ADIS, einen inklusiven digitalen Raum zu schaffen, voranzutreiben.
Um Barrieren für Gehörlose abzubauen, arbeiten Forschende an KI-basierten Übersetzungen von Gebärdensprache in Lautsprache und umgekehrt. Doch in der Praxis sind derartige Tools noch kaum nutzbar, wie Sie im Hintergrundbeitrag nachlesen. Dort erfahren Sie auch, auf welche Hürden gehörlose Menschen im digitalen Raum stossen und wie sich diese aktuell abbauen lassen.
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